Krabats Mühlenlied

Und wieder, wieder ein Jahr und wieder ein Jahr verfolgen
Und wieder, wieder ein Jahr so schnell wie die Spreu verweht.

Und es schneit es schneit, auf die Felder weit,
wirbeln flocken wie fröhlicher Sinn,
alle Moore im Eis, liegen schweigend und weiß
und der Wind geht darüber hin.

Und weiter, weiter das Kreuz und weiter das Kreuz gebogen,
und weiter, weiter das Rad, nur immer das Rad gedreht.

Und es schneit, es schneit, über Glück und Leid,
übers Mahlwerk ein weißes Kleid,
weiter dreht sich das Rad und es klopft und es knarrt,
stetig rauscht im Gerinne die Zeit.

Und wieder, wieder ein Jahr und wieder ein Jahr verflogen,
und wieder, wieder ein Jahr so schnell wie die Spreu verweht.

Doch es schneit, es schneit, wie in Ewigkeit,
aus den Sinken die Stille steigt.
Sanft behütet das Feld tief in weiß seine Welt,
und die Zeit ist versunken und schweigt.


Worte: Till Ungefug
Weise: Till Ungefug, nach Cesar Bresgen